Schräglage

Wassersportcamp

„Schräglage“ war in diesem Sommer das Motto, mit dem das Kindercamp am Falckensteiner Strand überschrieben war. Sehr passend, denn hier folgte dieses Jahr eine schräge Sache auf die andere.

Beim Lagerboogie „I couldn’t care less“ wurde ganz im Sinne des Titels jeden Morgen die Sau rausgelassen, bevor es dann für alle zum Frühstück ins großen Rundzelt ging um sich hervorragend für die folgende Aufräumaktion „Goldene Schaufel“ zu stärken.

Im Morgenprogramm trafen die knapp 70 Kinder jeden Tag, zusammen mit Ferdinand, dem Postboten, einen „schrägen“ Typen aus der Bibel, hörten, warum wir vielleicht ein Bisschen schräg sind und weswegen Gott uns alle genau deswegen braucht.

Noah zum Beispiel, der ein riesengroßes Schiff mitten auf dem trockenen Land baute, nur weil Gott ihm das vor der großen Sintflut aufgetragen hatte. Oder Jona, der uns seine unheimlich schräge Story erzählte, in der er von einem Wal verschluckt und dann lebendig wieder ausgespuckt wurde, um den Auftrag zu erfüllen, den Gott ihm gegeben hatte.

Nachmittags konnte man es, bei den diesjährig wunderbar warmen Temperaturen, am besten auf dem Wasser aushalten und kaum jemand ließ es sich nehmen, möglichst oft auf die Kieler Förde hinaus zu segeln, zu surfen oder zu kajaken und nach ein paar Übungsrunden entdeckte so manch einer eine neue Leidenschaft und erfreute sich an seinen Fähigkeiten.

Als wäre das außergewöhnlich gute Wetter nicht schon seltsam genug, brachten auch das Geländespiel „Die Siedler vom Falckensteiner Strand“, die gruselige Nachtwanderung, das vielseitige Sportfest und die anderen spannenden Aktionen einige schräge, aber auch lustige Momente mit sich. Als beim Showabend erst Donald Trump, dann Harry mit seiner Meghan und zum Schluss auch noch ein waschechter Minion als Gäste auftauchten, war die Freude unter den Kindern groß. Ein wunderbarer Abend war auch der „disk or risk“ Casino – und Diskoabend, an dem die Kinder auf dem Jahrmarkt und im Casino Geld verdienen und ausgeben und anschließend in der Disko tanzen gehen konnten.

In der Mitte des Kindercamps brachen alle Kinder und Mitarbeitenden auf, um die Region um den Falckensteiner Strand zu erkunden. Zu Fuß, mit dem Kajak, dem Fahrrad oder dem Bus zogen die Kleingruppen los und kehrten nach einer Übernachtung, um einige Erfahrungen und schöne Erinnerungen reicher, alle ins Zeltlager zurück. Während der Exkursionen führten die Kinder Interviews darüber, was Menschen an sich besonders schräg finden und was die seltsamsten Dinge waren, die sie erlebt hatten, um danach darüber allen anderen Kindern davon zu berichten. Auch die Erzählungen über kreatives Basteln, kräftezehrende Kajakfahrten oder das Übernachten unter dem freien Sternenhimmel kamen beim anschließenden Grillabend nicht zu kurz.

All diese Erlebnisse begleiteten uns durch zwei wunderbare Wochen, während die Kinder ihre ganz eigenen schrägen Geschichten erlebten, die sie nun, hoffentlich voller Vorfreude auf das Kindercamp 2019, erzählen.